• Mit diesem Plakat wurden die Führungen im Wilhelmspalais angekündigt. fast forward - einfach mal in die Zukunft vorspulen.
  • Letzte Absprachen im Raum für die Stadtgespräche
  • Hausmeister Schneyder räumt noch auf, bevor es losgeht.
  • Zusammen mit den Teilnehmern bauten wir unser zukünftiges Stadtmodell nach.
  • Diese Skizze bildete die Grundlage für unser späteres Stadtmodell. Wer genau hinschaut entdeckt, dass ich vergessen habe einen Punkt zu übertragen...
  • Nachdem das Stadtmodell stand, musste erraten werden, wo welcher Stadtteil liegt.
  • Hier zeigen wir mal das 19. Jahrhundert in Stuttgart.
  • Hausmeister Schneyder liest einen Text von Clara Zetkin zur Gleichstellung der Frauen
  • Und zum Abschluß die beiden wichtigsten Stuttgarter Erfindungen: Fernsehturm und Brausepulvertütchen.

fast forward

Vergangenes Wochenende fand das Abschlußfest der Zwischennutzung im Wilhelmspalais statt. Auch wir waren begeistert, was die Wagenhallen in diesen eineinhalb Jahren auf die Beine gestellt hatten. Doch ebenso wollten wir die letzten Tage an denen das Haus noch offen war, mitgestalten und allen Interessierten einen Vorgeschmack darauf geben, was sie nach der Eröffnung erwarten wird.

So entstand die Idee zu den fast forward Führungen. Wir wollten wie bei einem Kassettenrekorder (wer das noch kennt?) einfach mal schnell vorspulen, um zu sehen, was in den Räumen des Stadtmuseums sich abspielen wird. Dabei ging es nur um den 1. Stock, also den Ort an dem später die Dauerausstellung zu sehen sein wird. Da es ja noch nichts zu sehen gab, mussten sich alle Teilnehmer die Ausstellung selber vorstellen, während Frau Dauschek und ich erzählten, was an jeweiliger Stelle entstehen wird. Damit es nicht gar so trocken wurde, haben wir unseren Hausmeister Schneyder mitgenommen. Der ist zwar in Wirklichkeit kein Hausmeister, sondern professioneller Sprecher, schlüpfte aber in die Rolle des Mediaguide-Ersatzes und rezitierte Texte von bekannten und unbekannten Stuttgartern. König Wilhelm II., Clara Zetkin, Dimitrios Chadzis, Carl Maria von Weber oder die kleine Hannelore kamen beispielsweise zu Wort. Wir trugen aus Speisekarten des Königshauses vor, ließen den König abdanken, Robert Bosch kam mit dem Fahrrad vorbei und ein Affe wurde zurück in den Käfig gescheucht.

Rund 150 Leute haben an den Führungen teilgenommen und mussten sogar richtig mitmachen, indem sie einen Grundriss von Stuttgart zu den Beats von „Mutterstadt“ erstellten (um unser späteres Stadtmodell zu ersetzen) und Stadtteile erraten mussten. Als Dankeschön erhielten aber alle am Ende einen Fernsehturm zum selber basteln und ein Tütchen Brausepulver. Beides Stuttgarter Erfindungen, der Turm und das Tütchen (nicht die Brause!).

Für uns selber war es ein Riesenspaß. Endlich konnten wir mal unsere Konzeptideen vorstellen und durch das Museum führen. Das war so herrlich praktisch im Gegensatz zu unserer sonstigen eher theoretischen Tätigkeit. Wir hätten gerne noch mehr Führungen durch das Haus gemacht, aber jetzt beginnt die lange Zeit des Umbaus. Wir haben am Wochenende vorgespult, zurückgespult und sind jetzt wieder im Play-Modus.

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