• Abbildung des Stuttgarter Fahrradpioniers Johann Friedrich Trefz.
  • Eine Anzeige des Turnlehrers Trefz im Adressbuch der Stadt Stutgart von 1870.
  • Erfindungszeichnung von Johann Friedrich Trefz für sein Calvorota.

Auf den Spuren von…

Vor rund zwei Wochen war das Thema Fahrrad schon einmal Gegenstand eines Blogbeitrages. Zwei Kerzenhalter in Form von Hochrädern habe ich damals vorgestellt. Doch mit dem Beitrag war es nicht vorbei, das Fahrrad beschäftigte mich weiter. So sehr, dass ich am Montag extra nach München fuhr, um mich auf die Suche nach einem Fahrradpionier aus Stuttgart der frühesten Stunde zu machen.

Der Hinweis erreichte mich schon vor längerer Zeit, dass es im Deutschen Museum das Vélocipède eines Turnlehrer Trefz gibt, dass dieser bereits 1869 in Stuttgart gefahren haben soll. Erste Recherchen gaben wenig her. In München fand sich zunächst nur ein Hinweis, dass ein Verlagsdirektor Trefz 1935 das Fahrrad eines Vorfahren abgegeben hat. Dabei handelte es sich um Dr. Friedrich Trefz, Chefredakteur und späterer Verlagsdirektor bei den Münchener Neuesten Nachrichten (Vorgänger der Süddeutschen Zeitung). Dieser war am 20.6.1866 in Stuttgart geboren und wie sich nach einer Recherche im Stadtarchiv herausstellte, Sohn des Turnlehrers Johann Friedrich Trefz, geboren am 30.7.1832 in Oelbronn, der 1865 mit seiner Frau Elisabeth Seiz nach Stuttgart zog. Das Vélocipède stammte also fast aus erster Hand. Der Sohn des Turnlehrers gab es an das Deutsche Museum weiter.

Der nächste Gang führte in die Bibliothek. In den Adressbüchern der Stadt findet man nicht nur die Wohnadresse des Turnlehrers sondern auch Werbeanzeigen:

Turnunterricht für Mädchen. Sommer und Winter. Unterricht im Velocipèdefahren und Ausleihen von Maschinen. Privat-Turnunterricht für Knaben und junge Damen.

Der Mann war nicht nur selber Fahrer, er verbreitete den Sport aktiv! Bei einer Zeitungsrecherche (Neues Tagblatt) ergab sich, dass er auch Gründungsmitglied des ersten Vélocipède-Clubs in Stuttgart war! Jetzt war es Zeit nach München zu fahren. Hier fand ich endlich eine Abbildung des Fahrradpioniers, der auch selbst ein Patent für ein Vélocipède mit Hinterradantrieb hielt. Und hier fand ich auch sein Vélocipède. Aber das zeig ich Euch nicht. Den das soll eine Überraschung im Stadtmuseum werden.

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  1. Sehr geehrter Herr Speidel,
    durch Zufall gelangte ich heute an Ihren Artikel über die Erfindung des J.F. Trefz von der ich durch meinen Enkel erfahren hatte.
    Dessen Ur-Ur-Großvater STR Otto Eugen Trefz *Tübingen 24.12.1866 +Neustadt/Orla 26.04.1952 war der Sohn des Gottfried Friedrich und lebte mit seiner Frau Alice Elisabeth Gertrud geb. Thiem in Posen.
    Falls Sie bereit sind, mir der Ergänzung der Ahnenlisten zu helfen, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Ernst Müller Mitglied der AGT, AMF VSFF

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