• Meine Bieternummer 1081
  • Eindruck von der Auktion

drei, zwei, eins…meins

Zum Ersten, Zweiten und… zum Dritten!

Dieser Satz prägte meinen Arbeitstag am vergangenen Mittwoch. Warum?
Wir halten stets die Augen offen, um unsere Stadtgeschichtliche Sammlung um spannende Objekte zu erweitern. Da bieten Auktionen natürlich eine wunderbare Gelegenheit. In der letzten Woche fand eine solche im Auktionshaus Siebers in Untertürkheim statt. Ausgerüstet mit einer Bieternummer, die hier im Bild zu sehen ist, wagte ich mich in den Auktionsraum, in dem bereits geschäftiges Treiben herrschte – es wurden gerade Möbel versteigert. Nach den wunderbaren Möbeln und Objekten der religiösen Kunst kamen Alte und Moderne Grafiken an die Reihe. Hier wurde auch das Objekt der Begierde angeboten: Auf meiner Wunschliste standen drei Lithographien von Bernhard Pankok (1893-1943) aus den Jahren 1924-1929. Pankok, zwischen 1913 und 1927 Direktor der Kunstgewerbeschule, hat die drei Herrenporträts jeweils mit Bleistift von Hand signiert.

Warum standen ausgerechnet diese Werke auf unserer Sammlungs-Wunschliste? Der in Münster (Westf.) geborene Pankok wirkte nach Stationen in Düsseldorf, Berlin und München – wo er Mitbegründer der »Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk« war – ab 1901 in Stuttgart: Er wurde an die hiesigen »Königlichen Lehr- und Versuchswerkstätten« berufen und übernahm ab 1913 die Leitung der Kunstgewerbeschule, deren Neubau an der Weissenhofsiedlung er maßgeblich mit beeinflusste. Es gelang Pankok, die Schule zu einer der bedeutenden künstlerischen Reformschulen in Deutschland zu machen.  Somit ist Pankok wichtiger Impulsgeber in der Stadt und damit für unsere Sammlung interessant.

Aber zurück zur Auktion: Als die Losnummer für die Lithographien aufgerufen wurde, schoss meine Hand mit der Bieternummer nach kurzem Zögern (man muss ja ersmal prüfen, was die »Konkurrenz« so treibt…) in die Höhe. Glücklicherweise konnte ich die Lithographien ersteigern, sodass diese bald in unserer Sammlung zu bewundern sind.

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