Der Autor sitzt am Schreibtisch vor dem Monitor. Hinter ihm liegen verschiedenfarbige Pläne auf dem Boden.

Grübeln über Sicherheit

Mit etwas unentspannten Gesichtsausdruck sitze ich hier bei der Arbeit. Grund dafür ist weder der mangelnde Spaß noch ein ungemütlicher Stuhl, sondern die Tatsache, dass ich mich mit einem immer wieder unangenehmen Thema beschäftigen muss: die Sicherheit des zukünftigen Stadtmuseums.

Obwohl es noch so lange hin ist, müssen sich die Architekten, die Elektroplaner und wir jetzt schon Gedanken machen wie das Gebäude in Zukunft vor Einbrechern geschützt werden soll. Unterstützt und beraten werden wir dabei von Versicherungen und dem Landeskriminialamt. Es ist schon ein verzwickte Aufgabe, da ich in Gedanken immer wieder durch das Haus gehen muss und mir überlegen muss, ob an einer bestimmten Stelle ein Einbrecher reinkommt und wie weit er dann kommt. Oder was passiert, wenn sich jemand in der Toilette einschließt und wartet bis wir alle aus dem Haus sind. Wie komplex darf eine Einbruchmeldeanlage sein, damit sie noch bedienbar bleibt? Wie werden Türen gebaut, die gleichzeitig auch Fluchttüren sind? Die können wir abends nicht einfach zusperren, denn auch Einbrecher muss noch vor Feuer fliehen können.

Auf dem Boden liegen zwei Varianten von Möglichkeiten, wie das Haus gesichert werden kann und mein Gesichtsausdruck zeigt, dass es mir nicht leichtfällt mich für eine der beiden Varianten zu entscheiden. Schließlich darf keine Lücke im Sicherheitssystem sein und die Technik darf nicht zu kompliziert werden. Selbstverständlich sind die Pläne aus ausreichender Entfernung fotografiert damit ein zukünftiger Einbrecher nicht hier schon alle relevanten Daten herauslesen kann. Auch das ist Sicherheit: das Wahren von Geheimnissen. Insgesamt also Gründe genug, um unentspannt in den Monitor zu starren. Aber zum Schluß war ich mir dann doch sehr sicher, welche Variante die bessere ist.

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  1. Auch ein spannender Aspekt der Planung! Wobei ich selbst wahrscheinlich nicht unbedingt verantwortlich zeichnen wollte …

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