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Wenn ich nicht im Depot bin, sitze ich hier…

Heute stelle ich in einem kurzen Rundgang meinen Schreibtisch und damit die Dinge vor, mit denen ich mich momentan beschäftige oder die zu meiner täglichen Arbeit gehören. Los geht es im Uhrzeigersinn bei ca. ein Uhr.

Unter dem Stapel rechts oben befinden sich einige Restaurierungsberichte der vergangenen Jahre. Es wurden verschiedene Vereinsfahnen des 19. Jahrhunderts,  Architekturmodelle, Spiele, Möbel, Trommeln und Skulpturen konserviert und restauriert. Nur damit ist die Arbeit noch nicht getan. Damit die wertvollen Informationen dieser Berichte sich nicht nur auf meinem Tisch stapeln, trage ich diese noch in unsere Objektdatenbank ein. Hier ist (fast ;)) jeder Gegenstand der Sammlung u.a. mit einer Beschreibung, Fotos und seiner Objektgeschichte aufgeführt, und wird jetzt durch eine Zustandsbeschreibung, genauere Materialangabe (z.B. habe ich gelernt, das Holz der Ulme heißt Rüster) und Herstellungstechnik ergänzt. Und natürlich die von Fachrestauratoren durchgeführten Arbeiten, wie Reinigen, Retusche, Furnier gefestigt, Korrosion entfernt sowie die dafür verwendeten Materialien. Auf diese Weise ist auch nach Jahren noch nachvollziehbar welche Behandlung an dem Objekt vorgenommen wurde und ob bzw. wie sich der Zustand in der Zwischenzeit verändert hat.

Auf den vielen gelben Klebezetteln die eher mittig, also direkt in meinem Blickfeld liegen, stehen Dinge die ich nicht aus den Augen verlieren möchte oder bald erledigen muss. Immer wieder schön nach getaner Arbeit einen Zettel zu zerknüllen.

Der schwarze Lampenschirm ist nicht etwa meine Schreibtischlampe wie man vermuten könnte, sondern eine Tageslichtlampe die wir benutzen wenn wir Objekte fotografieren. Und damit auch die Farben des Objekts in dem digitalen Foto stimmen benutzen wir dann noch eine Farbkarte die hier links daneben liegt. Allerdings ist unsere kleine Fotostation nur in Gebrauch wenn wir mal schnell ein Objekt im Büro fotografieren möchten, normalerweise befinden sich diese in unserem Depot und werden dort inventarisiert, fotografiert und mit einer Inventarnummer versehen.

Damit wäre ich dann auch bei einem großen Teil meiner Tätigkeit den man nicht auf dem Schreibtisch ablesen kann, nämlich die Arbeit im Depot. Erahnen kann man es vielleicht über den Buchtitel „Schadstoffe in Museen“, oder den Band über Depotplanung rechts auf dem Stapel. Denn mit der sicheren und klimatisch stabilen Lagerung der Objekte im Depot beschäftige ich mich in der Praxis, wenn ich nicht am Schreibtisch sitze.

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