• Die Diana wie sie heute im Lapidarium steht.
  • Über den Diebstahl wurden damals sogar in den Zeitungen berichtet und die Diana erlangte damit etwas Berühmtheit.

Tatort Städtisches Lapidarium

Das Städtische Lapidarium, ein Teil der Museumsfamilie des Planungsstabes Stadtmuseums Stuttgart, ist etwas Besonderes. Keine andere Stadt kann eine ähnliche Sammlung in einer vergleichbaren, historischen Gartenanlage aufweisen. Kein Wunder also, dass dieses Kleinod und diese grüne Oase am Fuße der Karlshöhe in der Mörikestraße auf viele, auch auswärtige und ausländische Besucher eine Faszination ausübt.

Daß diese Faszination auch mit krimineller Energie verbunden sein kann, zeigte sich vor einigen Jahren, Anfang Mai 2000. Zu diesem Zeitpunkt, das genaue Datum ist nicht bekannt, stiegen zwei Herren, außerhalb der Öffnungszeiten, wahrscheinlich in den Abendstunden, über den Zaun ins Lapidarium, gingen auf einen Sockel in der Wandelhalle zu und entfernten die darauf befindliche Marmor-Büste „Diana“. Die entwendete Figur wurde von dem berühmten Hofbildhauer Johann Ludwig Hofer (1801-1887) geschaffen und befand sich seit Dezember 1849 im Besitz des damaligen Königs Wilhelm I., der sie in der Villa Berg aufstellen ließ. Nach 1950 fand sie den Weg ins neu eröffnete Lapidarium.

Sobald der Diebstahl bemerkt wurde, ein paar Tage später, erstattete das Kulturamt eine Anzeige. Durch die prominente Vorgeschichte wurde der Wert der Skulptur auf 30 000 – 40 000 € geschätzt. Große Hoffnungen auf Wiederbeschaffung des Objekts bestanden  nicht, obwohl es die Figur sogar auf ein Fahndungsplakat des Bundeskriminalamtes schaffte. Erst „Kommissar Zufall“ löste nach fast 3 Jahren das Rätsel des Diebstahls.

Im Zusammenhang mit einem Kunstraub in Mannheim kamen die Fahnder durch Observation zwei Männern auf die Spur, als sie einen LKW mit geraubten Antiquitäten beladen wollten. Bei weiteren Ermittlungen stieß die Polizei auf einem Stuttgarter Geschäftsmann, in dessen Räumen u.a. auch die aus dem Lapidarium verschwundene Skulptur entdeckt wurde. Nach einer Ruhephase im Depot des Stadtmuseums kann die sogenannte „Diana von Versailles“- so die kunstgeschichtlich genaue Bezeichnung – seit Mai 2014 wieder an ihrem angestammten Platz im Lapidarium bewundert werden.

Mehr Infos zum Lapidarium.

zurück zur Übersicht

Schreibe einen Kommentar

Dein Kommentar wird unter unten angegebenem Namen veröffentlicht. Deine Email-Adresse wird nicht angezeigt. Hinweise zum Datenschutz findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

− 1 = 3