Der neue Arbeitsplatz

Heute möchte ich Euch hier einen weiteren Schreibtisch vorstellen, der zugleich mein neuer Arbeitsplatz ist. Seit diesem Monat bin ich nun Teil des Teams vom Stadtmuseum und finde mich seitdem in Stuttgart und seine Geschichten ein. Wie Ihr unschwer erkennen könnt, bedeutet das in erster Linie: lesen, lesen, lesen!

Der Stapel Bücher auf meinem Schreibtisch wächst von Tag zu Tag. Dabei dürfen Standardwerke zur Stadtgeschichte wie von Paul Sauer natürlich nicht fehlen. Meine persönliche Lieblings-Einführung ist aber das Büchlein von Harald Schukraft „Wie Stuttgart wurde was es ist“ – ein schön zu lesender Spaziergang durch Stuttgarts Geschichte von den frühestens Hinweisen auf menschliches Leben im Stadtgebiet bis in die 2000er-Jahre hinein.

Daneben tummeln sich einige ältere Werke, die ich mit Begeisterung lese, da sie mir direkt Einblicke aus ihrer historischen Entstehungszeit vermitteln. So erfahre ich z. B.aus einem über 100 Jahre alten Prachtband, wie stolz die Stuttgarter Bürger auf ihr neues Rathaus zur Einweihung im Jahr 1905 waren, einen Zeitpunkt, den sie feierlich als „Wendepunkt der Geschichte der Vaterstadt“ bezeichneten. Anstelle des wunderbar verschnörkelten Historismus-Baus, erblicke ich heute stattdessen den Turm des 1956 wiederaufgebauten Rathauses von meinem Schreibtisch aus. Zusammen mit dem Fernsehturm, den ich aus meinem Fenster sehe, ist mir so bei der Arbeit die Stadt immer direkt vor Augen – ein perfekter Ausgangspunkt für den Einstieg in die Stadtgeschichte!

Hinter mir im Regal werden die Ordner jeden Tag mehr und mehr und voller und voller. Hier sammle ich alle wichtigen Informationen, die mir zu meinen Themen unterkommen, erstelle Literatur- und Archivlisten, um so immer tiefer in die Geschichte einsteigen zu können.

An der Wand seht ihr das Museumskonzept sowie eine Übersicht zur Einteilung der inhaltlichen Ausarbeitung der Ausstellung. Auch hierin muss ich mich erst einmal einfinden, damit ich weiß, wer was wie bearbeitet und was dann alles in der Dauerausstellung zu sehen sein wird.

Das wichtigste auf meinem Schreibtisch sind wohl meine drei Notizhefte bzw. Kalender (gleich neben meinem Ergebnis des gestrigen Kirschen-Pflückens). Getreu dem Motto der Historiker-Riege „Ich weiß nicht alles auswendig, aber ich weiß, wo es geschrieben steht“ – führe ich meine Hefte mit Leidenschaft, um nicht Gefahr zu laufen irgendetwas zu übersehen.

Ihr seht – noch ist alles recht übersichtlich. Ich bin gespannt, was die nächsten zwei Jahre bringen und wie in Zukunft dann mein Schreibtisch aussehen wird…

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