• Ein Ehrenplatz für die Museumshandschuhe
  • Geschenkübergabe bei der IG Metall
  • Anfassen erlaubt - aber nur mit Handschuhen
  • Ein Geschenk für Frau Vogiatzi
  • Gut verstaut
  • Objektanlieferung vor dem Museumsdepot
  • Ein Objekt kommt ins Depot

Ein Geschenk fürs Stadtmuseum

Heute hat das Stadtmuseum ein Geschenk bekommen. Einfach so. Stadtmuseen müssen nicht Geburtstag haben oder auf Weihnachten warten, sondern dürfen sich glücklicherweise über Schenkungen z.B. aus der Bürgerschaft, von Unternehmen, Stiftungen oder Vereinen freuen. Und heute war wieder so ein Tag. Und dieses Mal kam das Geschenk von einer Gewerkschaft. Und weil wir das auch für unseren Blog festhalten wollten, war ich mit dabei und konnte unserer Sammlungsleiterin über die Schulter schauen, wie so ein Geschenk seinen Weg ins Museum findet.

Ein Geschenk fürs Stadtmuseum kommt nämlich in der Regel nicht einfach so mit Schleifchen verpackt zu uns ins Büro (denn da wollen wir unsere Geschenke auch gar nicht haben), sondern eine Geschenkübergabe braucht Zeit:
DAVOR – denn bevor wir ein Geschenk annehmen, wird erst mal geprüft, ob dieses in die Sammlung des Stadtmuseums passt,
DABEI – denn so ein Geschenk will ja ordentlich verpackt und umsichtig transportiert werden,
DANACH – denn unsere Geschenke werden inventarisiert, korrekt gelagert und sicher aufbewahrt. Außerdem wollen wir ein Geschenk nicht nur haben, sondern auch möglichst viel darüber wissen. Oft gilt es dann zu recherchieren, zu telefonieren, nachzulesen usw. um auf alle erdenkliche Arten möglichst viel über ein Objekt zu erfahren.

Aber manchmal wissen wir trotzdem recht wenig. Unser heutiges Geschenk ist eine Standarte der Flaschner Installateure Stuttgart. So steht es auf der Standarte aus Metall geschrieben. Diese gelangte vor langen Jahren in die Büroräume der IG Metall. Wer sie aber dorthin gebracht hat, wann sie entstanden ist, wo sie verwendet wurde – lauter offene Fragen, die nun zu klären sind.

Wir freuen uns dieses interessante Objekt nun in der Sammlung zu haben. Martin Röll, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Stuttgart, hat die Standarte heute unserer Sammlungsleiterin Dr. Edith Neumann überreichen können. Kaum übergeben wurde das Objekt vom geschichtsträchtigen Büro-Gegenstand zum Museumsobjekt – und unterliegt somit unseren strengen „Umgangsformen“. Um Rückstände von Schweiß auf der Metalloberfläche zu vermeiden wird das Objekt nun nur noch mit Handschuhen angepackt. Schweiß und Oxidation würden sonst zu Korrosionsschäden führen. Für Jordana Vogiatzi, Pressestelle IG Metall Stuttgart, hatten wir natürlich auch ein Paar dabei und während das Objekt in den Büroräumen noch resolut unter den Arm geklemmt wurde, durfte es beim Abtransport in unserer strengen Obhut nur noch mit den weißen Handschuhen berührt werden.

Zurück im Museumsdepot wurde dann vorsichtig ausgeladen, ordnungsgemäß ein Erfassungsbogen ausgefüllt und dann wird das Geschenk zu den Anderen gelegt, bevor es sachgemäß in unsere Regale eingelagert und inventarisiert wird – und von dort dann bei passender Gelegenheit den Weg in die Ausstellung findet.

Wir haben übrigens heute auch ein Geschenk machen können: die weißen Handschuhe bekamen bei Frau Vogiatzi einen Ehrenplatz im Büro und zieren nun dort die Pinnwand.

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