• Streifen machen schlank. Links stolzer Kurator, rechts Dj 5ter Ton von den Massiven Tönen
  • Kopfnicker, die erste LP der Massiven Töne und MT3 ein "Spätwerk"
  • Einmal Kolchose, einmal Massive Töne. Zweimal Hiphop aus Stuttgart, zweimal DJ 5ter Ton
  • Von den Massiven Tönen jetzt in der Sammlung.

Bass satt

Dies ist ein kleiner Bericht über meine Tage in der Popkultur Stuttgarts: Alles fing an mit einem Mittagessen mit dem größten Blogger Stuttgarts. Unter Twitter berüchtigt als #mutterallermittagessen haben Martin von kessel.tv und ich zwei Stunden über das Museum, unsere Blogs und vor allem die Clubgeschichte Stuttgarts der letzten 20 Jahre gequatscht. Wobei ich zum letzten Punkt ehrlich gesagt nichts beitragen konnte. Ich war da einfach nicht hier. Dies war jedoch für mich nur der Auftakt zu noch mehr Musikgeschichte aus Stuttgarts.

Tags darauf war ich mit Robin, der mal das Label Pulver records hatte und Freddy, der mal Freddy’s Plattenladen hatte, wieder zum Mittagessen (das zieht sich so durch, das Kulinarische) und hier kam ich schon näher an die Geschichte des Hiphops im Stuttgart der 90er. Bei Freddy waren sie alle, haben Platten gekauft und sich beraten lassen. Und Robin hat eben einige Platten in seinem Label herausgebracht.

Aber dann kam das Highlight. Selber Tag, andere Stelle (jetzt gab es Capuccino). Der Kontakt hatte sich lange angebahnt, aber jetzt wurde er real. Mein Treffen mit DJ 5ter Ton: Crewmitglied der Kolchose und DJ bei Massive Töne. Oder zwei Anfang-Vierzig-jährige treffen sich und unterhalten sich über die 1990er. Ein entspanntes Treffen, doch es blieb nicht nur beim Quatschen. Es war gleichzeitig die unglamuröse Übergabe von ein paar wunderbaren Objekten für unsere Sammlung und für die Dauerausstellung. Nicht nur, dass er uns die Erstauflagen von „Kopfnicker“ und „MT3“ überlassen hat, sondern auch einen Kolchose-Pullover und einen „Massive Töne“-Pullover. Aber das wirklich allerbeste Stück ist sein Mischpult, den er 1988 gekauft hat und bis Mitte der 1990er verwendete. Das ist wirklich Musikgeschichte. Dieses Kernstück des DJing mit dem er anfing seine Kunst zu entwickeln ist jetzt Teil der stadthistorischen Sammlung. Laut seiner eigenen Aussage, war der Sound des Mischpults Müll (okay, er hat das S-Wort verwendet), trotzdem ist es ein Stück voller Erinnerungen. Und ich bin sehr glücklich, dass wir das jetzt haben. Unsere Ausstellungseinheit zum Stuttgarter Hiphop wird immer besser und vielfältiger. Nach der Cro-Maske haben wir also ein weiteres richtiges Highlight in der Sammlung.

Aber DJ 5ter Ton hat noch einen Auftrag bekommen, Showi und Ju von den Massiven Tönen sollen auch nochmals in ihren Kisten kramen und natürlich auch Afrob, DJ Friction…

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