• Depotschlüssel nicht vergessen!

»Das wird dann auch noch auf dich zukommen …«

… kündigte mir meine Kollegin bereits am zweiten Arbeitstag an: ein Blog-Beitrag über meinen Schreibtisch! Einen Monat später sieht mein zuvor kahler Tisch tatsächlich wie ein Arbeitsplatz aus – und ist für meine Verhältnisse absolut ordentlich gehalten!

Überbleibsel aus meinen ersten Arbeitstagen sind die gelben Post-its, die sich rund um Bildschirm, Telefon und Tastatur gruppieren: kleine Hilfen für den reibungslosen Büroalltag wie etwa meine diversen kryptischen Benutzernamen und Passwörter (für das Foto ausnahmsweise überklebt) oder eine dezente Erinnerung an den Depotschlüssel. Denn im Zuge der fortschreitenden Ausstellungsplanung sind wir auch öfters in unserem Depot in Cannstatt, wo die umfangreiche Sammlung des Stadtmuseums schlummert und wir in „Probeaufbauten“ die Inszenierung der vorgesehenen Exponate diskutieren. Nachdem ich den Depotschlüssel – ein spezieller Sicherheitsschlüssel – zwei Mal im Büro vergessen habe, bewahrt mich mein Klebezettel vor einem weiteren Missgeschick.

Links neben meinem Bildschirm, unter meinem Kalender, lugt der Ausdruck mit den Interview-Terminen hervor, an denen ich vergangene Woche beteiligt war. In der künftigen Dauerausstellung werden nämlich die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts auch mittels Erinnerungen von Zeitzeugen dargestellt – eine, wie ich finde, wunderbare Form verschiedene Blickwinkel auf die jüngste Stadtgeschichte zu transportieren. Es hat mir große Freude bereitet J. Zimmermann zu interviewen, der in den 1980er Jahren die neu entstehende Tango-(Tanz)-Szene Stuttgarts für sich entdeckt und eindrucksvoll fotografiert hat.

Weiter links türmen sich Bücher und Zeitschriften, in die ich dringend einen Blick werfen sollte. Entweder, weil sie mir bei der Einarbeitung helfen, oder aber, weil sie im Umlauf sind und an andere Kolleginnen und Kollegen weitergegeben werden müssen. So z.B. diverse Fachzeitschriften oder die Dokumentation „Der Tunnel“, mit Infos über den Bau des S-Bahn-Netzes in Stuttgart. Auch das wird Thema im neuen Stadtmuseum sein – durch die Anbindung an das Umland erstarkte Stuttgart in den 1980er Jahren zum regionalen Zentrum und die riesigen Baustellen prägten das Stadtbild und die täglichen (Um-)Wege der Stuttgarter. Irgendwie kommt einem das heute doch bekannt vor?!

Ich freue mich auf meine Zeit als Volontärin im Planungsstab. Stürmische Zeiten stehen uns bevor: die Realisierung der Ausstellung, die Eröffnung des Museums und der Start im neuen Haus. Toll, als Stuttgarterin daran teilhaben zu dürfen … apropos … wie wird man eigentlich Stuttgarter? Auch diese Frage wird im neuen Museum erörtert werden! Es bleibt also spannend – in jeglicher Hinsicht!

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