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  • Sammlungsgeschichte

    Das Museum für Stuttgart betreut heute eine Sammlung von über 12.000 stadthistorisch bedeutsamen Objekten. Die Anfänge dieser Sammlung gehen auf das Archiv der Stadt Stuttgart zurück.

    Das 1928 gegründete Archiv der Stadt Stuttgart, das in dem 1905 erbauten Rathaus Platz fand, sammelte neben historischem Schriftgut auch Objekte wie Stadtansichten, Münzen, Silber, Gemälde zur Stadtgeschichte. Das erste Objekt, das in die »Stadtgeschichtliche Sammlung« aufgenommen wurde, war eine Ortsschelle aus Hofen, die 1929 in die Verwahrung des Stadtarchivs übergeben wurde. Neben der Überlieferung von Objekten aus verschiedenen Ämtern der Stadt, wie z. B. Polizeisäbeln oder Feuereimern, wuchs die Sammlung seit 1934 durch gezielte Ankäufe bei verschiedenen Händlern und durch Stiftungen von Einzelpersonen stetig an. Die Sammlung wurde damals in den Dachgeschossräumen des Rathauses und im Gustav-Siegle-Haus magaziniert.

    Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs begannen 1939 die Vorsorgen für die Auslagerung der Archiv- und Sammlungsbestände. 1941 siedelte das Archiv aus dem Rathaus schutzsuchend vor dem Luftkrieg in den Salamander­bau in der Königstraße über. Weitere Teile der Stadtgeschichtlichen Sammlung wurden nach Rot an der Rot, nach Löwenstein, in das Schloss Isny, nach Kirchheim u. T. und nach Reusten bei Tübingen verlagert. Doch trotz dieser Vorkehrungen wurde ein Großteil der Bestände durch die Kriegseinwirkungen, Brände und Plünderungen, zerstört.

    Im Jahr 1947 begann der systematische Neuaufbau des Stadtarchivs und die Rückführung der Bestände nach Stuttgart. 1951 wurde das Stadtarchiv im Rathaus neu eingerichtet, die Magazine befanden sich in den Kellerräumen. Aus Platzmangel wurden seit 1952 Bestände der Sammlung in verschiedenen Gebäuden der Stadt untergebracht. 1972 wurde das Archiv an neuem Standort in einer ehemaligen Druckerei in der Tübingerstraße errichtet.

    Im Jahr 2007 wurde die Stadtgeschichtliche Sammlung dem neu gegründeten Planungsstab Stadtmuseum unterstellt, der für den Aufbau des Stadtmuseums Stuttgart im Wilhelmspalais zuständig war. Mit der Eröffnung des Museums im Jahr 2018 ging die Sammlung schließlich in die Verwaltung und Pflege des StadtPalais – Museum für Stuttgart über. Das Museumsdepot befindet sich in dem 2011 neu eröffneten Areal des Stadtarchivs Stuttgart in Bad Cannstatt. Seit April 2018 sind mehr als 300 Objekte aus der Sammlung in der Dauerausstellung »Stuttgarter Stadtgeschichten« im StadPalais – Museum für Stuttgart zu sehen.

  • 3 Eingangsbücher, eines geöffnet mit handschriftlichen Notizen.
    In den Eingangsbüchern der »Stadtgeschichtlichen Sammlung« sind alle Objekteeingänge verzeichnet.
  • Auf einer Holzoberfläche ist ein briefmarkenähnliches Papieretikett mit einem runden Stempelabdruck zu sehen.
    Einige Objekte in der Sammlung des Stadtmuseums weisen heute noch den alten Inventarstempel des Archivs der Stadt Stuttgart auf.
  • Eine Karteikarte mit handschriflichen Eintragungen
    Eines der frühesten Objektzugänge der Sammlung war eine Ortsschelle aus Hofen, die 1929 dem Archiv übergeben wurde. Sie wurde später – wie auf der historischen Karteikarte vermerkt – nach Hofen zurückgegeben und befindet sich deshalb nicht mehr in der Sammlung.
  • Mehrere Fachböden eines Regals, gefüllt mit Pappschachteln unterschiedlicher Größe. Die Schachteln sind handschriftlich mit Nummern und Ortsangaben beschriftet.
    In den heutigen Depoträumen in Bad Cannstatt werden die Objekte der Sammlung zentral verwahrt.
  • Blick in das Depot durch Regalfächer hindurch. DIe Regale sind mit unterschiedlichsten Objekten wie Stühlen, Werkzeug, Lampen, Uhren und alten Schatullen belegt.
    Blick in das Depot

Ausdruck vom 13.11.2019
http://www.stadtpalais-stuttgart.de/sammlungsgeschichte.html