„Stutgard“ – Hölderlin und der gemeinsame Gott mit Timo Brunke, Wort Andreas Krennerich, Saxophone Boris Kischkat, E-Gitarre Frank Ackermann, Gastgeber

Im Vorfeld des Hölderlin-Jahres 2020 bietet Timo Brunke an, der Elegie „Stutgard“ einmal ganz das Ohr zu leihen.
In „Stutgard“ – das Gedicht wird in voller Länge inwendig-auswendig dargeboten – begegnet uns Hölderlin in erstaunlicher Vielfalt: als Sänger, Freund und Gastgeber, ernsthaft und würdig, spielerisch und scherzend, politisch-patriotisch, bacchantisch-berauscht.

Will der Dichter hier zuviel? Oder ist es an uns, genau hinzuhören, wenn Hölderlin in „Stutgard“ eine Stätte für den „gemeinsamen Gott“, für den „Gemeingeist“ Dionysos stiften will? Einen Ort des Festes, wo Eigenes und Fremdes sich treffen und austauschen, eine gemeinschaftliche Feier, die als Bild steht für eine zukünftige, für eine freudigere Gestalt des menschlichen Zusammenlebens.

Die beiden Musiker Andreas Krennerich und Boris Kischkat, Mitglieder der „Hölderlin-Spoken-Word-Band“, streuen moderne Klänge unter Hölderlins lyrische Worte.

Alle Gäste des Abends sind eingeladen, sich zu äußern.

Timo Brunke hat es sich zum Ziel gesetzt, Poesie und Sprache als Erlebnis für Augen und Ohren wiederzuerwecken. Seit 1993 tritt der Performance-Poet mit seinen Balladen und Slamgedichten im In- und Ausland auf; auf Bühnen wie dem Schiller-Nationalmuseum Marbach, den Münchner Kammerspielen, der Lit. Cologne, in Goethe-Instituten von Almaty bis São Paulo, oder eben in Stuttgart: in der Rosenau, im Theaterhaus, im Lapidarium – im Hegel-Haus …

Kostenbeitrag: 12 Euro

inkl. ein Glas Hegel- bzw. Hölderlinwein

Hegel als Dichter – Hegel und die Dichter mit Barbara Stoll und Frank Ackermann

Es ist kaum bekannt, dass Hegel, der „ruhige Verstandesmensch“ (Hölderlin), zeit seines Lebens immer wieder Gedichte geschrieben hat, so etwa die an Hölderlin gerichtete Hymne „Eleusis“, so die Brautgedichte für Marie von Tucher. Darüber hinaus hatte Hegel zum Teil engen Umgang mit den berühmtesten, hervorragendsten Dichtern seiner Zeit, mit Schiller, Goethe, Hölderlin, mit Heine, Grillparzer und Jean Paul. An diesem Abend sollen Hegels lyrische Seite und seine Beziehungen zu den Dichtern vorgestellt werden.

Barbara Stoll ist Diplomschauspielerin, Moderatorin, Regisseurin für Theater, Musicals und Liveshows, ARD-Sprecherin und die Sender- stimme von Arte. Mit eigenen Performance-, Chanson- und Literatur- programmen ist sie erfolgreich im deutschsprachigen Raum unterwegs.

Frank Ackermann initiierte und leitet die Veranstaltungsreihen „Philosophisches Café“ und „Literarischer Abend im Hegelhaus“. –Zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt: „Die Villa Gemmingen und das Gustav-Siegle-Anwesen auf der Karlshöhe“ (Belser-Verlag).

Unkostenbeitrag: 10 Euro

inkl. ein Glas Hegel- bzw. Hölderlinwein

Hölderlin – Wanderer und Auswanderer, Heimat und Fremde mit Barbara Stoll, Frank Ackermann und Frank Eisele

Hölderlin hat wie kein anderer seine schwäbische Heimat, sein württembergisches Vaterland dichterisch gepriesen und geradezu mythisch überhöht. Tatsächlich aber ist sein Verhältnis zur Heimat sehr angespannt, sehr ambivalent. Er hielt es nämlich „im Land“ nicht aus; wie seine Freunde Hegel und Schelling drängte und zog es auch ihn „ins Ausland“, wo er Fuß fassen und Karriere machen wollte.

Seine Auswanderungsversuche, denen auch das Moment einer Flucht anhaftet, enden tragisch: Gewaltsam und gegen seinen Willen wird er in eine Kutsche gesteckt und in die Heimat abgeschoben, wo er in Tübingen die zweite Hälfte seines Lebens in Umnachtung verbringt.

„Verbotene Frucht, wie der Lorbeer, aber ist
Am meisten das Vaterland. Die aber kost‘
Ein jeder zuletzt.“

Barbara Stoll ist Diplomschauspielerin, Moderatorin, Regisseurin für Theater, Musicals und Liveshows, ARD-Sprecherin und die Sender- stimme von Arte. Mit eigenen Performance-, Chanson- und Literatur- programmen ist sie erfolgreich im deutschsprachigen Raum unterwegs.

Frank Ackermann initiierte und leitet die Veranstaltungsreihen „Philosophisches Café“ und „Literarischer Abend im Hegelhaus“. –Zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt: „Die Villa Gemmingen und das Gustav-Siegle-Anwesen auf der Karlshöhe“ (Belser-Verlag).

Frank Eisele spielt Akkordeon und lebt seit zwanzig Jahren als freiberuflicher Musiker in Stuttgart. So vielseitig wie das Instrument, sind auch die Stilrichtungen in denen er zu Hause ist. Aufwühlende Tangos, charmante französische Vals Musette und Chansons, Musik aus Osteuropa u.v.m.

Kostenbeitrag: 12 Euro

inkl. ein Glas Hegel- bzw. Hölderlinwein

Titus Simon: „S’ist Krieg“

Vor 80 Jahren begann der zweite Weltkrieg. Aus diesem Anlass liest Titus Simon ausgesuchte Passagen aus den Romanen seiner „Hohenloher Trilogie“. Ergänzt wird das Programm durch die Lesung von Auszügen der von ihm mitverfassten Anthologie „Der Krieg brach wirklich aus“, die dem heute weitgehend unbekannten Schriftsteller Edlef Köppen gewidmet ist.
Titus Simon war in der Jugend- und Verbandsarbeit und in der Wohnungslosenhilfe tätig, Professuren in Wiesbaden und Magdeburg, Gasttätigkeit an der FH St. Gallen, jetzt pensioniert; schreibt Fachbücher und Romane und ist Mitherausgeber einer Lehrbuchreihe. Lebt im Grenzland zwischen Schwaben und Franken.

Kostenbeitrag: 8 Euro

inkl. ein Glas Hegel- bzw. Hölderlinwein