Richard Herre und die Stuttgarter Ausstellungen der Jahre 1922 bis 1929

Programm zur Ausstellung „Richard Herre“

Vortrag von Anja Krämer, Leiterin des Weißenhofmuseums

Zu Beginn der zwanziger Jahre ist der Gestalter Richard Herre an drei Stuttgarter Ausstellungen beteiligt, die den Weg für die Weißenhof-Ausstellung 1927 ebnen: Bei der „Werkbundausstellung Württembergischer Erzeugnisse“ 1922, der „Bauausstellung Stuttgart“ und der Werkbundausstellung „Die Form“ im Jahr 1924. Hier zeigt er Möbel und grafische Arbeiten und entwirft Werbemittel wie ein Plakat, ein Katalogtitelblatt oder die Eingangsbemalung. Mit seinen Freunden Richard Döcker und Willi Baumeister gibt er sich dort als klarer Avantgardekünstler zu erkennen. So ist er auch bei den folgenden großen Werkbundausstellungen „Die Wohnung“ 1927 am Weißenhof der „FiFo“, Film und Foto 1929 mit von der Partie.

Richard Herre – Ein Gestalter der Moderne

Programm zur Ausstellung „Richard Herre“

Vortrag von Frank Herre, Architekt und Sohn von Richard Herre

Richard Herre war Teil der Avantgarde der 1920er Jahre in Stuttgart und eng mit Willi Baumeister und Richard Döcker befreundet. Er entwarf Möbel, Teppiche, Bucheinbände und übernahm grafische Arbeiten. Für die Weißenhof-Ausstellung 1927 richtete er eines der Häuser von Max Taut ein. Auch mit Le Corbusier war er eng verbunden und gestaltete den Umschlag der deutschen Erstausgabe seiner Bestseller „Kommende Baukunst“ 1926 und „Städtebau“ 1929. Später übernahm er sogar die deutsche Übersetzung von Le Corbusiers Modulor.

Veranstaltungsort:
Weissenhofwerkstatt im Haus Mies
van der Rohe, Am Weissenhof 20,
70191 Stuttgart

VR-Architektur – Die Avantgarde von heute?

Programm zur Ausstellung „Richard Herre“
Vortrag und Demonstration mit VR-Brille

Genauso wie sich der Aufbau einer Webseite von der Struktur eines Buches unterscheidet und vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung bietet, lässt sich räumliche Organisation im virtuellen Raum anders denken: Brauchen wir ohne Schwerkraft und Materialität noch rechte Winkel und Geschosse um uns zurechtzufinden? Wie sehen Oberflächen aus, wenn es keine materialbasierten Texturen geben muss?

Darüber hinaus stellen sich Fragen hinsichtlich der Nutzung dieser virtuellen Räume und der Interaktion zwischen Besuchern und ihrer Umgebung. Erlauben virtuelle Räume neue Formen der Interaktion von Menschen und den raumbildenden Objekten?

Einige erste Antworten darauf geben Tobias Wallisser, Professor für Entwerfen Architektur/Innovative Bau- und Raumkonzepte in der Fachgruppe Architektur der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, gemeinsam mit dem Werkstattlehrer der Digitalwerkstatt Volker Menke und den zwei Studentinnen Christine van Dyk und Carina Stöveken.

Als Besonderheit gibt es neben den Vorträgen auch eine Demonstration mit 3D-Brille, mit der die von den Studentinnen erarbeiteten Modelle betreten und erlebt werden können.

 

WG-Movie-Night

Ein klassischer Filmabend ist in einer Wohngemeinschaft nicht wegzudenken und daher lädt das Museum Hegel-Haus zur WG-Movie-Night ein.

Philosophie ist an vielen Stellen unseres Alltags präsent – auch die Filmwelt beschäftigt sich mit philosophischen Fragen. Sind unsere Gedanken und Träume (ir)real? Lassen sie sich manipulieren? Im gemütlichen Wohnzimmer tauchen die WG-Besucher*innen in die philosophischen Konzepte und Aspekte eines bekannten Science-Fiction-Films ein. Prof. Dr. Christine Reeh-Peters von der Filmuniversität Babelsberg gibt zur Einführung einen Impuls-Vortrag und steht in der Anschlussdiskussion für Fragen bereit.

Die Zeit „ist das Sein, das, indem es ist, nicht ist, …

Theodor Huett: Die Zeit „ist das Sein, das, indem es ist, nicht ist, und indem es nicht ist, ist; das angeschaute Werden“. — G. W. F. Hegel

Dies ist der Übergang des Menschen aus dem Reich der Notwendigkeit, der Natur, ins Reich der Freiheit. Das Selbstbewusstsein ermöglicht es ihm, sich zu sich selbst zu verhalten. Das Tier ist seinen Begierden, Trieben ausgeliefert. Der Mensch kann sich entscheiden, ob er ihnen folgen will oder nicht, bis hin zur absoluten Negation seiner selbst, dem Freitod.

Der Mensch „… weil er weiß, daß er Tier ist, hört auf, Tier zu sein, und (gibt) sich das Wissen seiner als Geist“

Das Wissen von sich ist für Hegel der Schlüssel zur Freiheit. Dies ist jedoch kein unmittelbares Wissen und der Mensch ist so nur an sich frei oder die Freiheit nur eine Möglichkeit. „Was an sich ist“, so Hegel „muss dem Menschen zum Gegenstand werden, zum Bewusstsein kommen, so wird es für ihn.“ Im Resultat seiner Arbeit wird der Mensch sich gegenständlich und so bestimmt sich die durch gesellschaftliche Arbeit entstandene Wirklichkeit als das Werden seines Selbstbewusstseins durch sein eigenes Tun.
„Der Besitz gegenwärtiger Vernünftigkeit“ bestimmt sich nach Hegel als „Resultat der Arbeit aller vorhergegangenen Generationen des Menschengeschlechts“.
Die Vernunft in der Wirklichkeit ist dies, dass diese immer auch die Möglichkeit einer anderen Wirklichkeit ist. Dies ist der Begriff der Wirklichkeit, den Hegel in der Logik entwickelt. Die Vernunft, das „Auge des Begriffs“, aber ist zugleich der Blick, der diese Möglichkeit erkennt. Beides steht in Wechselbeziehung. Durch diese Gebundenheit an die Arbeit zeigt sich die Erkenntnis der Wahrheit, die Erkenntnis, dass der Mensch frei ist, nicht als Gedankenblitz eines klugen Kopfes, als „Fahrt irrender Ritter“, wie Hegel in Anspielung auf eine Formulierung in der „Kritik der reinen Vernunft“ anmerkt, sondern als notwendiges Resultat der konkreten Zeit, der Geschichte des Menschen.
Die Zeit ist so für Hegel nicht das Apriori der Anschauung (Kant), sondern der Prozess selbst, der seinem Werden zusieht, das „angeschaute Werden“.
Es ist die Reise des Bewusstseins zu sich selbst, „die weiteste Reise“, so Ernst Bloch, „die es bisher gibt.“ Hegels ‚Phänomenologie des Geistes‘ ist das Logbuch dieser Reise und sie findet ihr literarisches Pendant in Goethes ‚Faust‘, wie Bloch anmerkt.
— G. W. F. Hegel

Seminar 2
Überlegungen zum spekulativen Begriff der Zeit bei Hegel

MI, 27.11.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 04.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 11.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 18.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr

Teilnahmegebühren
Für die Seminare können sowohl einzelne Abendkarten
als auch verschieden gestaffelte Karten für die Teilnahme an
mehreren Veranstaltungen erworben werden.

3 € Abendkarte
10 € Seminarkarte (4 Abende, Seminar 1 oder Seminar 2)
25 € Semesterkarte (12 Abende, inkl. des dritten Seminars im Januar / Februar 2020)
12 € 5er-Karte (zur Teilnahme an fünf beliebigen Abenden)

Anmeldung
Die Anmeldung ist sowohl über das Museum Hegel-Haus als
auch über den Dozenten Theodor Huett möglich.

Triumph einer Untergrundsekte

Prof. Dr. Holger Sonnabend: Triumph einer Untergrundsekte – Der Aufstieg des Christentums zur Weltreligion

Der Vortrag liefert in kompakter und anschaulicher Weise einen historischen Einblick in die Erfolgsgeschichte einer Religion, die es von einer kleinen Sekte in Palästina zur alleinigen Staatsreligion im Römischen Reich brachte.

Das Christentum ist heute mit über 2 Milliarden Menschen, die sich zu dieser Religion bekennen, eine Weltreligion. Die Fundamente für diese Führungsrolle wurden in der Antike gelegt, in den ersten vier Jahrhunderten nach Christi Geburt. Der Siegeszug des Christentums war alles andere als selbstverständlich. Christen galten als stigmatisiert und sahen sich in der römischen Kaiserzeit immer wieder massiven Verfolgungen ausgesetzt. Dennoch setzten sie sich durch, denn sie verfügten über ganz besondere Stärken und Strategien  schon bevor sie in Kaiser Konstantin dem Großen einen prominenten Förderer fanden. Konstantin konnte auf einen Zug aufspringen, der schon volle Fahrt aufgenommen hatte.

Holger Sonnabend ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Stuttgart. – Zahlreiche Bücher zur Antike, u.a. „Die Sieben Weltwunder“, „Naturkatastrophen in der Antike“, „Thukydides“, „Nero – Inszenierung der Macht“, zuletzt: „Triumph einer Untergrundsekte. Das frühe Christentum von der Verfolgung zur Staatsreligion“ (Herder, 2018).

Kostenbeitrag: 8 Euro

inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Theodor Huett: Die Zeit „ist das Sein, das, indem es ist, nicht ist, und indem es nicht ist, ist; das angeschaute Werden“. — G. W. F. Hegel

Der Mensch „… weil er weiß, daß er Tier ist, hört auf, Tier zu sein, und (gibt) sich das Wissen seiner als Geist“

Dies ist der Übergang des Menschen aus dem Reich der Notwendigkeit, der Natur, ins Reich der Freiheit. Das Selbstbewusstsein ermöglicht es ihm, sich zu sich selbst zu verhalten. Das Tier ist seinen Begierden, Trieben ausgeliefert. Der Mensch kann sich entscheiden, ob er ihnen folgen will oder nicht, bis hin zur absoluten Negation seiner selbst, dem Freitod.
Das Wissen von sich ist für Hegel der Schlüssel zur Freiheit. Dies ist jedoch kein unmittelbares Wissen und der Mensch ist so nur an sich frei oder die Freiheit nur eine Möglichkeit. „Was an sich ist“, so Hegel „muss dem Menschen zum Gegenstand werden, zum Bewusstsein kommen, so wird es für ihn.“ Im Resultat seiner Arbeit wird der Mensch sich gegenständlich und so bestimmt sich die durch gesellschaftliche Arbeit entstandene Wirklichkeit als das Werden seines Selbstbewusstseins durch sein eigenes Tun.
„Der Besitz gegenwärtiger Vernünftigkeit“ bestimmt sich nach Hegel als „Resultat der Arbeit aller vorhergegangenen Generationen des Menschengeschlechts“.
Die Vernunft in der Wirklichkeit ist dies, dass diese immer auch die Möglichkeit einer anderen Wirklichkeit ist. Dies ist der Begriff der Wirklichkeit, den Hegel in der Logik entwickelt. Die Vernunft, das „Auge des Begriffs“, aber ist zugleich der Blick, der diese Möglichkeit erkennt. Beides steht in Wechselbeziehung. Durch diese Gebundenheit an die Arbeit zeigt sich die Erkenntnis der Wahrheit, die Erkenntnis, dass der Mensch frei ist, nicht als Gedankenblitz eines klugen Kopfes, als „Fahrt irrender Ritter“, wie Hegel in Anspielung auf eine Formulierung in der „Kritik der reinen Vernunft“ anmerkt, sondern als notwendiges Resultat der konkreten Zeit, der Geschichte des Menschen.
Die Zeit ist so für Hegel nicht das Apriori der Anschauung (Kant), sondern der Prozess selbst, der seinem Werden zusieht, das „angeschaute Werden“.
Es ist die Reise des Bewusstseins zu sich selbst, „die weiteste Reise“, so Ernst Bloch, „die es bisher gibt.“ Hegels ‚Phänomenologie des Geistes‘ ist das Logbuch dieser Reise und sie findet ihr literarisches Pendant in Goethes ‚Faust‘, wie Bloch anmerkt.
— G. W. F. Hegel

Seminar 2
Überlegungen zum spekulativen Begriff der Zeit bei Hegel

MI, 27.11.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 04.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 11.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 18.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr

Teilnahmegebühren
Für die Seminare können sowohl einzelne Abendkarten
als auch verschieden gestaffelte Karten für die Teilnahme an
mehreren Veranstaltungen erworben werden.
3 € Abendkarte
10 € Seminarkarte (4 Abende, Seminar 1 oder Seminar 2)
25 € Semesterkarte (12 Abende, inkl. des dritten Seminars im Januar / Februar 2020)
12 € 5er-Karte (zur Teilnahme an fünf beliebigen Abenden)

Anmeldung
Die Anmeldung ist sowohl über das Museum Hegel-Haus als
auch über den Dozenten Theodor Huett möglich.

Dr. Thomas Grote: Übernehmen Sie, Dr. Watson! – Ethische Reflektionen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen

Bedingt durch rasante Fortschritte in der KI, insbesondere im Bereich der Bilderkennung, gelingt es Algorithmen zunehmend medizinische Experten bei der Diagnostik von Krankheiten oder der Vorhersage erfolgreicher Therapien zu übertrumpfen. In diesem Sinne verspricht die systematische Integration von KI die Akkuratheit und Effizienz des Gesundheitssystems zu befördern. Wie der Vortrag darlegen möchte, wirft eine solche Integration von KI jedoch eine Vielzahl von ethischen Fragen auf, etwa:
Wann und inwieweit ist es angemessen, medizinische Entscheidungen an Algorithmen zu delegieren? Was sind die Fallstricke einer solchen Delegation, insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei gegenwärtigen KI-Algorithmen die Entscheidungen nicht hinreichend nachvollziehbar sind? Inwieweit führt der Einzug von KI zu einem Normenwandel im Gesundheitssystem? Welche Auswirkungen hat der Einzug von KI im Hinblick auf Gerechtigkeitsfragen im Gesundheitssystem?

Diese Fragen (und ggf. noch einige mehr) möchte ich in meinem Vortrag erörtern und gemeinsam diskutieren.

Thomas Grote ist Postdoktorand in Tübingen am „Ethics & Philosophy Lab“ (EPL). Dort beschäftigt er sich vornehmlich aus wissenschaftsethischer Perspektive mit den Möglichkeiten und Fallstricken von Maschinellem Lernen im Gesundheitssystem sowie mit Fragen der Forschungsverantwortung.

Kostenbeitrag: 8 Euro

inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Theodor Huett: Die Zeit „ist das Sein, das, indem es ist, nicht ist, und indem es nicht ist, ist; das angeschaute Werden“. — G. W. F. Hegel

Der Mensch „… weil er weiß, daß er Tier ist, hört auf, Tier zu sein, und (gibt) sich das Wissen seiner als Geist“

Dies ist der Übergang des Menschen aus dem Reich der Notwendigkeit, der Natur, ins Reich der Freiheit. Das Selbstbewusstsein ermöglicht es ihm, sich zu sich selbst zu verhalten. Das Tier ist seinen Begierden, Trieben ausgeliefert. Der Mensch kann sich entscheiden, ob er ihnen folgen will oder nicht, bis hin zur absoluten Negation seiner selbst, dem Freitod.
Das Wissen von sich ist für Hegel der Schlüssel zur Freiheit. Dies ist jedoch kein unmittelbares Wissen und der Mensch ist so nur an sich frei oder die Freiheit nur eine Möglichkeit. „Was an sich ist“, so Hegel „muss dem Menschen zum Gegenstand werden, zum Bewusstsein kommen, so wird es für ihn.“ Im Resultat seiner Arbeit wird der Mensch sich gegenständlich und so bestimmt sich die durch gesellschaftliche Arbeit entstandene Wirklichkeit als das Werden seines Selbstbewusstseins durch sein eigenes Tun.
„Der Besitz gegenwärtiger Vernünftigkeit“ bestimmt sich nach Hegel als „Resultat der Arbeit aller vorhergegangenen Generationen des Menschengeschlechts“.
Die Vernunft in der Wirklichkeit ist dies, dass diese immer auch die Möglichkeit einer anderen Wirklichkeit ist. Dies ist der Begriff der Wirklichkeit, den Hegel in der Logik entwickelt. Die Vernunft, das „Auge des Begriffs“, aber ist zugleich der Blick, der diese Möglichkeit erkennt. Beides steht in Wechselbeziehung. Durch diese Gebundenheit an die Arbeit zeigt sich die Erkenntnis der Wahrheit, die Erkenntnis, dass der Mensch frei ist, nicht als Gedankenblitz eines klugen Kopfes, als „Fahrt irrender Ritter“, wie Hegel in Anspielung auf eine Formulierung in der „Kritik der reinen Vernunft“ anmerkt, sondern als notwendiges Resultat der konkreten Zeit, der Geschichte des Menschen.
Die Zeit ist so für Hegel nicht das Apriori der Anschauung (Kant), sondern der Prozess selbst, der seinem Werden zusieht, das „angeschaute Werden“.
Es ist die Reise des Bewusstseins zu sich selbst, „die weiteste Reise“, so Ernst Bloch, „die es bisher gibt.“ Hegels ‚Phänomenologie des Geistes‘ ist das Logbuch dieser Reise und sie findet ihr literarisches Pendant in Goethes ‚Faust‘, wie Bloch anmerkt.
— G. W. F. Hegel

Seminar 2
Überlegungen zum spekulativen Begriff der Zeit bei Hegel

MI, 27.11.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 04.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 11.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr
MI, 18.12.2019 | 19:30-21:00 Uhr

Teilnahmegebühren
Für die Seminare können sowohl einzelne Abendkarten
als auch verschieden gestaffelte Karten für die Teilnahme an
mehreren Veranstaltungen erworben werden.

3 € Abendkarte
10 € Seminarkarte (4 Abende, Seminar 1 oder Seminar 2)
25 € Semesterkarte (12 Abende, inkl. des dritten Seminars im Januar / Februar 2020)
12 € 5er-Karte (zur Teilnahme an fünf beliebigen Abenden)

Anmeldung
Die Anmeldung ist sowohl über das Museum Hegel-Haus als
auch über den Dozenten Theodor Huett möglich.

Dr. Ermylos Plevrakis: Gottesbeweise?

Gottesbeweise werden seit Jahrtausenden formuliert. Funktionieren sie aber auch? Was ist ihr Sinn und was ist überhaupt der Gott, den sie beweisen sollen?

Dieser Vortrag wird im Anschluss an Kant einen Überblick über die verschiedenen Grundtypen von Gottesbeweisen und deren Kritik verschaffen. Anders jedoch als der polemisch anmutende Ton Kants wird dabei der eher ungewöhnliche Versuch vorgenommen, die Kritik an den Gottesbeweisen (philosophisch-) theologisch zu verteidigen. Die These wird dabei lauten: Die Existenz Gottes zu beweisen ist ein sich grundsätzlich widersprechendes Anliegen, von welchem sich jede reflektierte Theologie seit jeher distanziert.

Ermylos Plevrakis studierte Theologie und Philosophie in Athen und Heidelberg und promovierte in Heidelberg mit einer Arbeit über Hegels „Wissenschaft der Logik“. Derzeit lehrt er Philosophie an der Universität Tübingen.

Kostenbeitrag: 8 Euro

inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf