StadtPalais – Museum für Stuttgart

Stadtmuseum Bad Cannstatt

Einlass- und Hygiene-Regelungen im Stadtmuseum Bad Cannstatt

Gesundheit
Bitte kommen Sie nur, wenn Sie sich gesund fühlen.

Zugang
Das Haus ist über die Marktstraße 71/1 (beim Klösterle) zu betreten.

Hygieneschleuse
Jede*r Besucher*in desinfiziert sich unter Anleitung durch das Museumspersonal direkt nach Betreten des Hauses die Hände.

Maskenpflicht und Datenerhebung
Für das Museum besteht Maskenpflicht. Jede*r Besucher*in muss beim Betreten des Hauses außerdem gültige Kontaktdaten hinterlassen, sonst kann kein Zutritt gewährt werden. Die Daten werden nach 4 Wochen vernichtet.

Ausstellungen
Besucht werden können sowohl die Sonderausstellung als auch die ständige Ausstellung.

 

Aktuelle Infos zu den Corona-Vorschriften

Historische Ereignisse und lokale Stadtgeschichte

Bad Cannstatt ist nicht nur der bevölkerungsreichste, sondern auch der älteste Stadtteil Stuttgarts – hier lässt sich die Besiedelung bis zur Steinzeit zurückverfolgen. Das Stadtmuseum Bad Cannstatt zeigt in der mittelalterlichen Klösterle-Scheuer wichtige historische Ereignisse und Themen der lokalen Geschichte.

Bereits vor rund 250.000 Jahren lebten am Neckar in Cannstatt Menschen – dies illustriert eindrucksvoll ein Travertinstein mit den versteinerten Resten eines Lager- und Schlachtplatzes. Die Römer sicherten mit dem Bau eines Reiterkastells „Auf der Steig“ um 90 n. Chr. den Limes gegen die Germanen. Ein Diorama zeigt verschiedene Szenen des provinzial-römischen Lebens in Cannstatt. Das mittelalterlich geprägte Stadtbild, das sich bis weit ins 19. Jahrhundert erhielt, wird in einem detailgetreuen Stadtmodell anschaulich.

Im Obergeschoss präsentiert das Stadtmuseum Bad Cannstatt die Dauerausstellung „Panorama Cannstatt“, die die unterschiedlichen Facetten Cannstatts als Neckarstadt, Königsstadt, Literaturstadt, Heimatstadt und vieles mehr widerspiegelt. Weitere Themen der ständigen Ausstellung sind u.a. das Badeleben, die Anfänge der Industrialisierung sowie Beispiele prominenter „Cannstatter“. In regelmäßig stattfindenden Sonderausstellungen vertieft das Stadtmuseum außerdem weitere spannende Aspekte der Cannstatter Geschichte.

StadtPalais – Museum für Stuttgart Stadtmuseum Bad Cannstatt

Willkommen im Stadtmuseum Bad Cannstatt. Das Museum ist in der mittelalterlichen Klösterle-Scheuer zu Hause.

Geschichte

StadtPalais – Museum für Stuttgart Stadtmuseum Bad Cannstatt

Das eindrucksvolle Fachwerkhaus von 1463

Das Museum wurde 1959 als Heimatmuseum auf Initiative von Cannstatter Bürgern gegründet. Der Heimatforscher Erwin Hageloh und der Kunstmaler Hermann Metzger richteten in der Wilhelmstraße 7 eine erste Ausstellung ein. 1988 konnte die Ausstellung in das Nebengebäude des „Klösterle“ umziehen, das auf Initiative von Pro-Alt Cannstatt e.V. erhalten und renoviert worden war. Im Dezember 1988 wurde es – jetzt unter dem Namen „Stadtmuseum Bad Cannstatt“ – am heutigen Standort eröffnet. Namhafte Unterstützung erfährt das Museum durch den VCV (=Vereinigung Cannstatter Vereine) und wiederum Pro Alt-Cannstatt.

Das Klösterle ist eine Cannstatter Institution, ein Wahrzeichen der Sauerwasserstadt. Es gilt als das älteste erhaltene Wohnhaus auf Stuttgarter Gemarkung und beherbergt heute neben einem Architekturbüro und dem Stadtmuseum Bad Cannstatt eine auch eine Weinstube. Dabei stand die Erhaltung des Gebäudes in den 1970er Jahren auf Messers Schneide. So gab es Pläne, auf dem Areal ein Kaufhaus nebst Parkhaus zu errichten. Der Initiative eines jungen Architekten, Hermann Kugler, und zahlreicher Bürgerinnen und Bürger ist es letztlich zu verdanken, dass das Klösterle gerettet wurde. Aus den Reihen des Traditionsvereins »Kübelesmarkt« bildete sich zu diesem Zweck „Pro Alt-Cannstatt“, mit zahlreichen Aktionen wurden Spenden generiert. 1984 war die denkmalgerechte Sanierung des Hauptgebäudes des Klösterle durch Hermann Kugler und sein Team abgeschlossen und wurde mit dem Denkmalschutzpreis (Peter-Haag-Preis) belohnt.


Monte Pincio Schwabens. 200 Jahre Brunnenverein. 200 Jahre Cannstatter Kurpark

Die Kursaal-Anlagen sind bis heute ein wesentlicher Bestandteil der Cannstatter Identität und zeugen von der Bedeutung Cannstatts als international bekannter Kurort im 19. Jahrhundert und bilden eine grüne Lunge von hoher Aufenthaltsqualität für Anwohner und Gäste. Die Ausstellung „Monte Pincio Schwabens. 200 Jahre Brunnenverein. 200 Jahre Cannstatter Kurpark“ im Stadtmuseum Bad Cannstatt zeichnet anhand von Objekten, Bildern und Plänen die Entwicklung des Cannstatter Kurparks von bescheidenen Anfängen bis in die jüngste Vergangenheit nach.

Der Motor hinter der Entwicklung des Kurparks war über ein Jahrhundert lang der 1821 auf Wunsch König Wilhelms I. von Württemberg gegründete Cannstatter Brunnenverein, in dessen Hand die Planungen und Umsetzungen der Einbauten und Parkanlagen lag. Von den Nationalsozialisten wurde der Brunnenverein zunächst gleichgeschaltet und dann zur Selbstauflösung gebracht. Der „Kurverein Bad Cannstatt“ übernahm 1936 einen Teil der Aufgaben. In den gegenwärtigen Kursaal-Anlagen sind die verschiedenen Zeitschichten erkennbar. Die Ausstellung „Monte Pincio Schwabens. 200 Jahre Brunnenverein. 200 Jahre Cannstatter Kurpark“ beschreibt die Geschichte von erhaltenen und verschwundenen Attraktionen wie dem JugendstilStifter-Pavillon, dem Schweizerhäuschen, dem Wandelgang, dem Daimler-Turm, dem AuerbachDenkmal und der Freiligrath-Bank. Der herrliche Blick vom Sulzerrain über den Großen Kursaal nach Cannstatt und ins Neckartal führte im 19. Jahrhundert zum – etwas gewagten – Vergleich des Sulzerrains mit dem „Monte Pincio“ bei Rom. Die Ausstellung des Stadtmuseums Bad Cannstatt findet in Kooperation mit dem Verein Pro Alt-Cannstatt statt.

Begleitprogramm
Zur Ausstellung ist für das erste Halbjahr 2022 ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Führungen im Stadtmuseum Bad Cannstatt sowie in den Kursaalanlagen in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Alt-Cannstatt geplant. Aufgrund der vermutlich unsicheren Pandemielage im Winter 2021/22 wird dieses Begleitprogramm auf der Website des Stadtmuseums Bad Cannstatt sowie auf Instagram und Facebook veröffentlicht, sobald die Termine sicher durchführbar sind. Weitere Informationen sind auf der Website des Vereins Pro Alt-Cannstatt unter www.proaltcannstatt.de zu finden. Gruppenführungen durch die Sonder- oder Dauerausstellung unter Corona-Bedingungen sind möglich. Änderungen sind nach jeweiliger Pandemielage auch kurzfristig vorbehalten.

Plakat 200 Jahre Brunnenverein

Ausstellungseröffnung:  26.11.2021 um 19 Uhr digital auf dem Facebook-Kanal des Stadtmuseum Bad Cannstatt

Die analoge Eröffnung im Bezirksamt Bad Cannstatt, kann leider nicht stattfinden. Rückfragen per E-Mail an museumsfamilie@stuttgart.de.

StadtPalais – Museum für Stuttgart Stadtmuseum Bad Cannstatt

Komm‘ Weib! Steig‘ ei‘! Cannstatt und die Geburt der „Schwäbischen Eisenbahn“ vor 175 Jahren

StadtPalais – Museum für Stuttgart Stadtmuseum Bad Cannstatt

„Komm‘ Weib! Steig‘ ei‘!“ So verballhornten die Schwaben die Abkürzung „K.W.St.E.“, die sich an Wagen und Lokomotiven ihrer „Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahn“ befand. Am 2. Oktober 1845 lief der erste Probezug über die Strecke Cannstatt-Untertürkheim, drei Wochen später am 22. Oktober wurde der reguläre Verkehr zwischen dem Cannstatter Bahnhof und Untertürkheim aufgenommen. König und Hofstaat fuhren schließlich am 20. November mit, als die Strecke bis Esslingen eingeweiht wurde.
Zeitgleich gingen die Bauarbeiten für den Anschluss nach Stuttgart und die Bahn von Stuttgart nach Ludwigsburg weiter. Technisch war dieser Anschluss aufwändiger, musste doch eine Brücke über den Neckar errichtet und ein Tunnel unter dem Schloss Rosenstein ergraben werden. Der Stuttgarter Bahnhof wurde am 26. September 1846, Ludwigsburg am 15. Oktober 1846 angeschlossen. Und somit stand nach nur zweieinhalb Jahren Bauzeit die „Zentralbahn“, Teile der sogenannten „Nord-“ und „Ostbahn“ – und damit auch das Anfangsstück dessen, das später die „Schwäbische Eisenbahn“ genannt wurde. Der noch erhaltene erste Tunnel unterm Schloss Rosenstein ist ein wertvolles und frühes Denkmal der Mobilitäts- und Technikgeschichte Württembergs.

Die Ausstellung zeichnet anhand von Texten, Bildern und Objekten die frühen alternativen Überlegungen und die tatsächlichen Entwicklungen der Planungen nach. Wobei der Schwerpunkt auf den kultur-, sozial-, sowie wirtschaftsgeschichtlichen Aspekten, Begleiterscheinungen und Auswirkungen des Themas „Die Eisenbahn kommt…“ liegt.Beschrieben werden die Ereignisse der Jahre zwischen 1840 und 1871, mit einem Ausblick auf die Entwicklungen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts – eine Zeit, in der die Einführung der Eisenbahn zum Beschleuniger der industriellen Entwicklung wurde und in der sich das Leben der Cannstatter und Württemberger veränderte. Dabei findet Anekdotisches aus dem Schienenverkehr von Seiten der Eisenbahnmitarbeiter und der Fahrgäste ebenso seinen Platz, wie Königsempfänge und Streckeneinweihungen im Eisenbahnumfeld. Darüber hinaus zeigt eine eigens für die Ausstellung aufgebaute und unter Anleitung durch die Besucher bespielbare H0-Modell-Anlage die Bestandteile der Eisenbahn in Cannstatt um 1870.

„Einsteigen, bitte!“

 

Plakat Eisenbahnausstellung

Flyer Eisenbahnausstellung Stadtmuseum Bad-Cannstatt


Informationen

Öffnungszeiten

Mi 14 – 16 Uhr
Sa 14 -17 Uhr
So 12 – 18 Uhr


Kontakt
Marktstraße 71/1 (beim Klösterle)
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Tel 0711/5647 88
während der Öffnungszeiten

Tel 0711/216 258 00
außerhalb der Öffnungszeiten
E-Mail stadtpalais@stuttgart.de


Gut zu wissen
Das Stadtmuseum Bad Cannstatt ist nur im Erdgeschoss mit Rollstuhl zugänglich, die Toiletten sind leider nicht zugänglich.

Preise
Eintritt frei


Führungen
Auf Anfrage
Tel 0711/216 258 00
E-Mail stadtpalais@stuttgart.de


Anfahrt
S1, S2, S3 Haltestelle Bad Cannstatt
U1, U2, U13 Haltestelle Wilhelmsplatz U13
U14, Bus 52/55/56 Haltestelle Rosensteinbrücke


Downloads

Museumsflyer

Flyer Römerausstellung

Flyer Eisenbahnausstellung


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Veranstaltungen