StadtPalais – Museum für Stuttgart

Städtisches Lapidarium

Saison

In der Saison 2024 wird in der Open-Air-Parkanlage wieder ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm geboten. In einer Parkanlage gelegen, bietet das Städtische Lapidarium einen besonders reizvollen Zugang zur Bau- und Kulturgeschichte der Landeshauptstadt. Die Anlage ist innerhalb der Stuttgarter Museumslandschaft eine Besonderheit: einerseits historische Parkanlage, andererseits als Freilichtmuseum eine Art „steinernes Bilderbuch“ der Stadtgeschichte. Terrassen, Brunnenhof und alte Bäume laden zum Verweilen ein.

Saison 2024:
5. Mai – 6. Oktober 2024
Mi, Sa und So: 14–18 Uhr


Über das Museum

Park und steinernes Bilderbuch

In einer Parkanlage gelegen, bietet das Städtische Lapidarium einen besonders reizvollen Zugang zur Bau- und Kulturgeschichte der Landeshauptstadt. Die Anlage ist innerhalb der Stuttgarter Museumslandschaft eine Besonderheit: einerseits historische Parkanlage, andererseits als Freilichtmuseum eine Art „steinernes Bilderbuch“ der Stadtgeschichte. Terrassen, Brunnenhof und alte Bäume laden zum Verweilen ein.

Der Name ‚Lapidarium‘ leitet sich vom lateinischen lapis, ‚Stein‘ ab und bezeichnet eine Sammlung von Steinwerken, etwa Skulpturen, Grabsteine und Bauplastik.

Im Jahre 1905 legte Karl von Ostertag-Siegle den Park nach Vorbildern italienischer Renaissancegärten an. Er schuf im Mittelpunkt des heutigen Lapidariums eine Wandelhalle mit Antikenwand, in der er eine Vielzahl von Fragmenten römischer Antiken anbringen ließ, die er auf Reisen nach Italien erworben hatte.

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Der Eingang des Lapidariums wird von einem bronzenen Ritter bewacht.

„Mich zieht dieser abgeschiedene Garten mit seinen Steintrümmern wie kein anderes Museum in die Vergangenheit zurück, wahrscheinlich, weil das Ewige (denn Gras, Baum, Büsche und rieselndes Wasser werden uns alle überleben) dicht neben dem Vergänglichen steht. Und während du weitergehst, dich niedersetzt neben Standbildern, an die Blätter rühren, ist es als ob du dir selbst begegnest.“

– Hermann Lenz: Stuttgart (1983)

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1950 erwarb die Stadt die Anlage und richtete das Städtische Lapidarium auf Initiative von Gustav Wais mit über zweihundert Plastiken und Überresten zerstörter oder abgerissener Bauten Stuttgarts ein. Unter den Baufragmenten sind u.a. ein Portalfragment eines der ältesten Häuser Stuttgarts, des Alten Steinhauses (um 1286), die Eingangsfassade zum Wohnhaus des Baumeisters Heinrich Schickardt (1596–1602), das Portal der großen Mühle in Berg (1613) und die Jaspis-Schale aus dem Besitz der Königin Olga (1858). Bedeutende Plastiken sind u.a. die „Nymphengruppe“ von Johann Heinrich Dannecker (1758–1841) und die Marmorfigur „Luna“ von Adolf von Hildebrand (1847–1921).

Das Städtische Lapidarium ist nur in der warmen Jahreszeit, zwischen Mai und Oktober zugänglich. In den Sommermonaten finden in der zauberhaften Atmosphäre des Lapidariums Musikveranstaltungen, Lesungen und Theateraufführungen für Erwachsene und Kinder statt.


Rückzugsort(e) – Fotografien von Luna Kloess

Mit der neuen Fotografieausstellung „Rückzugsort(e)“ beleuchtet die Fotografin Luna Kloess vom 25. Juli bis 29. September die Bedeutung von Rückzugsorten im digitalen Zeitalter.

Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie intensiv Menschen heute nach Orten der Ruhe und Erholung suchen – eine Frage, die in unserer hektischen und vernetzten Welt besonders relevant erscheint. In einer Zeit, in der der Ausdruck leere „Social Battery“ (dt. bei „sozialen Akkus“ handelt es sich um eine Metapher, die beschreiben soll, dass soziale Kontakte einem Menschen Energie rauben können) und der Bedarf an „Digital Detox“ (dt. digitale Entgiftung, steht für eine Auszeit von jeglichen digitalen Medien) immer häufiger zu hören sind, hat Luna Kloess es sich zur Aufgabe gemacht, die vielschichtigen Bedeutungen von Rückzugsorten fotografisch zu erkunden.

Für das Projekt führte Luna Kloess ausführliche Gespräche mit Expert*innen verschiedener Fachrichtungen: Prof. Hartmut Majer, Professor für Kunsttherapie, Prof. Dr. med. Marc Walter, Klinikdirektor und Chefarzt einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. Christian Sauer, Autor und Prof. Thomas Staroszynski, Dipl. Kunsttherapeut, erläuterten verschiedene Ansätze von Rückzugsorten. So zum Beispiel die Entstehung von Rückzugsorten durch die Verbindung von Bewegung oder Aktivität und Ort – sei es beim Spaziergang im Wald oder beim Lesen auf dem Sofa.

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© Luna Kloess

Rückzugsorte werden in der Wissenschaft als essentielle Ruhepole beschrieben, die sowohl physische als auch aktivitätsbezogene Aspekte umfassen und die emotionale und psychische Gesundheit maßgeblich beeinflussen. Natur ruft zum Beispiel eine stressmindernde Wirkung hervor. Dahingegen wird die Digitalisierung von Naturerfahrungen kritisiert.

Die historische Entwicklung von Rückzugspraktiken wird reflektiert sowie die gesellschaftlichen Herausforderungen, echte Rückzugsräume zu finden, überdacht. Diese Expert*innenmeinungen bilden die Grundlage für Kloess fotografische Erkundungen, die sowohl die individuelle Suche nach innerem Frieden als auch das kollektive Bedürfnis nach Ruhe in der heutigen schnelllebigen Welt beleuchten.

Luna Kloess, die ihre Leidenschaft für Fotografie im Alter von sieben Jahren entdeckte, zeichnet sich in ihrer bisherigen Karriere durch ihre authentischen und natürlichen Aufnahmen aus. Ihre Arbeit wurde international ausgestellt, darunter in New York und Paris, und umfasst verschiedene Projekte in den Bereichen Slow Fashion, Portraits und Eventfotografie. Luna Kloess setzt in den ausgestellten Fotografien auf Authentizität, indem sie alltägliche, „störende“ Elemente bewusst nicht entfernt, sondern die Orte in ihrem gegenwärtigen Zustand festhält. Ihre Bilder zeigen eine Vielfalt von Rückzugsorten, sowohl in Innenräumen als auch in der Natur, die durch die Interaktion der Menschen mit diesen Räumen belebt und ergänzt werden.

„Rückzugsort(e)“ lädt die Besuchenden ein, über ihre eigenen Pausen und Rückzugsorte im Alltag zu reflektieren und deren Wichtigkeit neu zu bewerten. Das Städtische Lapidarium ist selbst ein verborgenes Refugium mitten im pulsierenden Herzen der Stadt. Ein Ort, wo die Zeit stillzustehen scheint und der Lärm der Außenwelt zu einem fernen Echo wird. Bei der Ausstellung „Rückzugsort(e)“ im Städtischen Lapidarium, erwartet die Besuchenden eine visuelle Reise durch persönliche Rückzugsorte junger Menschen und die Besuchenden sind eingeladen, das Lapidarium selbst als Ort der Ruhe und Erholung neu zu entdecken.

Eröffnung
24.7.2024, 18 Uhr
Eintritt frei, ohne Anmeldung.

Künstlerinnenführung
11.9.2024, 18 Uhr
kostenfrei, ohne Anmeldung.

Fotografieausstellung
25.7. – 29.9.2024,
Eintritt frei.

Informationen

Öffnungszeiten

Saison 2024: 5. Mai–6. Oktober 2024
Mittwoch, Samstag und Sonntag 14–18 Uhr


Eintritt frei


Öffentliche Führungen

Samstags um 16 Uhr (außer 1.6.2024).
Die öffentliche Führung durch das städtische Lapidarium gibt einen einzigartigen Einblick in die Bau- und Kulturgeschichte der Stadt Stuttgart. Die Guides führen die Besuchenden in die Besonderheiten des Freilichtmuseums ein und präsentieren die historische Parkanlage als eine Art „steinernes Bilderbuch“ der Stadtgeschichte.

4 Euro pro Person (3 Euro ermäßigt), Teilnehmer*innenzahl auf 20 Personen begrenzt, ohne Anmeldung, first come, first served.


Buchbare Führungen
60 Min. / 50 Euro pro Gruppe (während der Öffnungszeiten)
Die Führungen sind auf 20 Teilnehmer*innen pro Gruppe begrenzt. Für größere Gruppen müssen zwei Führungen gebucht werden. Die Reservierung einer Führung ist verbindlich. Bei einer Stornierung ab sechs Tagen vor dem Termin berechnen wir 50 Prozent der Kosten, bei Nichterscheinen oder Absage am Tag der Führung berechnen wir den vollen Preis.

Info und Buchung über Besucherservice StadtPalais
0711/216 258 00 (Telefonzeiten: Di-Fr 10–12 Uhr und Di-Do 13–15 Uhr)
oder
stadtpalais@stuttgart.de


Kontakt
Mörikestraße 24/1
70178 Stuttgart

Telefon 0711/216 25 800
E-Mail stadtpalais@stuttgart.de


Gut zu wissen
Das Lapidarium liegt in einer Wohngegend. Bitte respektiere die Privatsphäre unserer Nachbarn!

Das Lapidarium ist im Unteren Garten eingeschränkt rollstuhltauglich.
Der Zugang für Rollstuhlfahrer ist über den Eingang an der Willy-Reichert-Staffel möglich. Es gibt eine behindertengerechte Toilette.

Der Besuch mit Hunden ist nicht gestattet.

Bitte beachte: Alle Veranstaltungen finden unter freiem Himmel statt und können wetterbedingt kurzfristig ausfallen.

Anfahrt

U1, U14 Haltestelle Marienplatz
Bus 41/43 Haltestelle Mörikestraße


Das Lapidarium im Netz

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Veranstaltungen

Gesamte Programmübersicht:  hier klicken


Galerie


Media

Restaurierung des Apoll

Zur Eröffnung des Lapidariums am 3. Juni 2020 wurde die Restaurierung des Apoll abgeschlossen.